Vorteile / Nachteile

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Vorteile / Nachteile einer pdUK - kurz erläutert

Begrenzte Zuwendungsmöglichkeiten

Begrenzte Zuwendungsmöglichkeiten

Argumentation eines anonymen Versicherers gegen die Einführung der pauschaldotierte Unterstützungskasse.

Meinung Versicherung:
Nach § 4d Abs. 1 Nr. 1 b EStG sind Zuwendungen an pauschaldotierte Unterstützungskassen der Höhe nach begrenzt. Für Anwärter können acht Mal 25 % der zugesagten Versorgungsleistung in die pauschaldotierte Unterstützungskasse eingebracht werden (entspricht der fünffachen Jahresrente). Eine 100 % -ige Anwartschaftsfinanzierung ist demnach nicht möglich, da nur ein „Reservepolster“ dotiert werden kann, das nur für ca. 20 % des benötigten Versorgungskapitals ausreicht. Die Deckungslücke von ca. 80 % kann erst im Versorgungsfall der pauschaldotierte Unterstützungskasse vom Trägerunternehmen gemäß § 4d Abs. 1 Nr. 1 a EStG als Deckungskapital zugeführt werden.

Eine periodengerechte Anwartschaftsfinanzierung ist insofern nur über eine rückgedeckte Unterstüt- zungskasse zu erzielen.

Meinung Herr Manfred Baier, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer:
Der Aussage, dass eine 100 % -ige Anwartschaftsfinanzierung nicht möglich ist, ist unrichtig. Richtig ist, dass am Anfang ein Reservepolster – wie dargestellt – in Höhe von 20 % des benötigten Versor- gungskapitals dotiert werden kann. Diese Dotierung ist in der Regel höher als im Rahmen einer rückge- deckten Unterstützungskasse. Selbst bei 35-jährigen und älteren Mitarbeiter kann das Versorgungsvo- lumen problemlos steuerwirksam zugewendet werden. Bei 28-jährigen Mitarbeitern ist sogar eine Ausfinanzierung bis zu 160 % möglich. Der Aussage, dass eine periodengerechte Anwartschaftsfinanzier- ung nur in der rückgedeckten Unterstützungskasse möglich ist,ist falsch, jedoch eine nachvollziehba- re Versichererbehauptung. Entscheidend für die Frage der Ausinanzierung ist immer das Durchschnitts- alter im Kollektiv. Ein Durchschnittsalter von beispielsweise 40 Jahren führt regelmäßig zu keinerlei Problem.  

Richtig ist jedoch, dass bei älteren Mitarbeitern (soweit keine jüngeren Mitarbeiter vorhanden sind für die üblicherweise aufgrund der langen Laufzeit mehr als das Versorgungsvolumen finanziert werden kann) für sich genommen und allein betrachtet, das Versorgungskapital bis zum Renteneintritt nicht vollständig dotiert werden kann und erst zum Rentenbeginn eine Nachdotierung erfolgt.

Diese Problematik, die sich bei sehr alten Kollektiven ergeben kann, ist aber aus den üblicherweise vorzunehmenden Konzeptionsberechnungen vorab zu ersehen. Entscheidend ist, ausfinanziert werden kann immer periodengerecht voll. Die steuerlichen Möglichkeiten aller-dings liegen im Zeitablauf teilweise über oder unter den steuerlichen Möglichkeiten der rückgedeckten Unter-stützungskasse. In beiden Fällen aber immer bei insgesamt 100 %.
Finanzierung der Verpflichtung nach Artikel 28 EGHGB
Einstandspflicht des Arbeitgebers / Trägerunternehmens
Honorar
Liquidität
Darlehen an das Trägerunternehmen
Übersicht verschiedener Risiken

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